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Das offensichtliche Geheimnis

„Nichts ist offensichtlicher als das Unbekannte, nicht ist sichtbarer als das Verborgene“.


Das vergangene Vollmond Sesshin Wochenende mit Christoph Rei Ho Hatlapa im Kô Getsu An begann mit einem Knall. Nach brütender Hitze bei den Vorbereitungen folgte dem Donnerschlag zum Sesshinbeginn ein ausgiebiges Gewitter und danach die typische rheinische Schwüle. Das tat dem Prozess des „Ein Herz werdens“ aber keinen Abbruch und es war wieder eine intensive und bereichernde Zeit.

In einem seiner Teishos sprach Christoph Rei Ho davon, dass die grundlegende Natur der Wirklichkeit (die Leerheit, das Unbekannte) immer gegenwärtig und offensichtlich ist, sobald wir aufhören, sie mit Konzepten und Erklärungen zu überdecken. Weiterhin sprach er über Buddhas letzte Unterweisung in der Nacht seines Todes (Parinirvana), welche als „Das Achtfache Erwachen großer Menschen“ (jap. Hachidaininkaku) bekannt ist. Diese acht einfachen Anweisungen bzw. Haltungen, können wir jederzeit üben. Sie lauten:

Wenig Ansprüche/Wünsche haben; Genügsamkeit, also wissen, was genug ist; in Stille und Abgeschiedenheit leben; Stetige Weiterentwicklung, also Dinge zu Ende bringen, um ohne Altlasten nach Vorne schauen zu können; Achtsamkeit; Meditation; Weisheit entwickeln und schließlich, Keine leeren Diskussionen führen.


Danke an Christoph Rei Ho und alle die dabei waren!

Ein Mönch bleibt ein Mönch

Am 25.05.2026 wurde ich, Patrick Ho Kai, ein weiteres Mal zum Mönch ordinert. Nachdem ich 2012 bereits Tokudo, die Mönchsordination, in der Soto Tradition von Roland Yuno Rech empfangen hatte, wurde es nun Zeit, auch meine Verbindung zu Christoph Rei Ho Hatlapa durch diesen Schritt, in der Rinzai Tradition zu bekräftigen.


Ebenfalls ab 2012, nämlich seit meiner Ausbildung in Gewaltfreier Kommunikation bei Christoph Rei Ho, hatte ich beschlossen, die Beziehung zu ihm weiter aufrecht zu halten und mindestens ein Sesshin pro Jahr in der Choka Sangha in Steyerberg zu praktizieren. In all den Jahren seither hat Christoph Rei Ho auch die Praxis im San Bo Dojo immer sehr unterstützt, und so ergaben sich immer wieder Gelegenheiten, Zen und GFK Wochenenden dort durchzuführen. Nachdem ich Johanna Ho Ka während eines Sesshins in Steyerberg kennengelernt habe und wir daraufhin beschlossen, dass Ho Ka und Ho Kai sehr gut zusammen passen, haben wir unsere Version eines gemeinsamen Ortes für Zen-Leben und -Praxis entwickelt und entstanden ist daraus das Kô Getsu An, die Einsiedelei klarer Mond in Hennef Blankenbach. Christoph Rei Ho gab dem Ort seinen Namen und unterstützt unsere Praxis dort mit seiner Präsenz während zweier Sesshins im Jahr.

Unsere Hauspraxis im Kô Getsu An ist vornehmlich in der Rinzai Form, auch wenn ich dort auch Zen Tage und Sesshins in der Soto Tradition angeboten habe und anbiete. In beiden Formen habe ich ein Zuhause gefunden und auch Roland Yuno hat mich ermutigt, diesen Schritt zu gehen. Er sagte, „Schau in unser Ketsumyaku (ein Papier, auf dem mit roter Tinte, wie in einer „Blutlinie“, die Dharmaübertragung über die Generationen dokumentiert ist.), dort siehst Du, wie die Linien von Soto und Rinzai bei Dogen zusammen laufen“. – Bevor Dogen von Tendō Nyojō die Dharmaübertragung erhielt und in Japan die Soto Tradition etablierte, ging er mit seinem früheren Zen Meister, Myōzen nach China, um dort Zen zu studieren. Myōzen war Schüler von Myōan Eisai Zenji, dem Gründer der Rinzai-Schule des Zen in Japan. Dogen hatte dort einige Jahre Zen geübt und das Rinzai Zen vertieft.

Wie auch immer, bei mir ist es nun anscheinend umgekehrt und während des diesjährigen Pfingstsesshin im To Gen Ji durfte ich, zusammen mit zwei Dharma-Brüdern, feierlich die Mönchsordination empfangen. Während der Zeremonie haben wir gemeinsam die Gebote und das Tempelmanifest des To Gen Ji verlesen. Darüber hinaus erhielt ich einen zweiten Mönchsnamen, To Ki. „To“ leitet sich von der Zugehörigkeit zum To Gen Ji ab und bedeutet „Pfirsichblüte“ und „Ki“ meint die „Energie“.

Hier könnt Ihr Christoph Rei Ho´s Teisho zur Ordination hören:

Ich bin froh und dankbar für die Begleitung und Unterweisungen meiner Lehrer auf dem Weg.

Gasshô, Patrick To Ki Ho Kai

Unsere Japanreise 2026

­Liebe Sangha,

vor zwei Tagen sind wir von unserer zweiten Japanreise zurück gekehrt und sind noch voll von den vielen Eindrücken unserer Erfahrungen und auch ein wenig im Jetlag. Gestartet sind wir diesmal in Tokyo und von dort ging es dann nach Kamakura und zum Daibutsu, der 13,8 Meter hohen Buddhastatue aus Bronze. Über den Daibutsu-Hikingtrail ging es zum Engakuji, einem der Haupttempel der Rinzai-Schule. Dort hatten wir uns für ein abendliches Zazenkai angemeldet, wo wir mit 50 Leuten eine Einführung in Zazen bekamen (auf Japanisch 🙂 und gemeinsam das Herz-Sutra rezitiert haben. Auf den Spuren von Hakuin ging es weiter in Richtung Mt. Fuji. Irgendwo im Nirgendwo, genannt Hara, sind wir ausgestiegen, um den Tempel und das Grab von Meister Hakuin zu besuchen. Wirkte irgendwie alles ziemlich in Renovierung. Nach einem kurzen Spaziergang zur Suraga Bucht ging’s dann weiter mit dem Zug bis Kambara – einem kleinen Dorf an der Tokaido Straße, mit vielen alten Häusern aus der Edo Zeit, zwischen Shizuoka und dem Industriegebiet von Fuji-Stadt. ­ ­ ­ ­
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­Der Mt. Fuji ist ja bekannt dafür, ein wenig schüchtern zu sein und so bekamen wir ihn erst nach fast einer Woche zu Gesicht, aber dann in vollen Pracht, bei schönstem Wetter und sogar ohne Wolkenkrone. Auf Einladung unserer Dharma Schwester, Julia Orin, durften wir danach zwei Tage im Sogenji Tempel von Shodo Harada Roshi in Okayama verbringen. Es war eine eindrückliche Erfahrung, die wir wohl noch einige Zeit verdauen müssen und sicherlich noch oft davon erzählen werden. Der Tempel ist ein ganz besonderer Ort, an dem internationale Zen Männer und Frauen praktizieren. Der Tagesablauf beginnt früh und ist, auch an normalen Tagen, lang und durchaus herausfordernd. Dazu wird dort einmal im Monat ein O-Sesshin (großes Sesshin, sieben Tage) und ein Ko-Sesshin (kleines Sesshin, drei Tage) praktiziert. Wir haben dort bei Morgen- und Nachttemperaturen von 1° Zazen geübt und auch geschlafen. Am Tag wurde es beim Samu dann aber auch ordentlich heiß. Die Abläufe der Zen Routine sind schnell und sehr dynamisch und so konnten/mussten wir tatsächlich stark mit unserem Anfänger-Geist arbeiten, was eine sehr gute Übung war. ­ ­ ­ ­
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Von Okayama aus ging es mit dem Shinkanzen für einige Tage nach Nagasaki, wo wir den Friedenspark besuchten und auch einer Einladung in den Kotaiji folgten. Dort waren wir mit Jesse Reiho Haasch verabredet, einem gebürtigen US Amerikaner, hat aber auch längere Zeit in der Schweiz gelebt und im Dojo Zürich praktiziert hat. Nach nunmehr zwölf Jahren in Japan ist er mittlerweile einer der Lehrer in diesem Ausbildungtempel der Soto Schule. Nach einer Schale Tee zur Begrüßung hat er sich viel Zeit genommen und uns die gesamte Tempelanlage gezeigt, die übrigens auch einen Kindergarten beherbergt. Die freundliche Aufnahme und der herzliche Kontakt erfüllt uns mit grosser Dankbarkeit. 

Über ein wunderbares Onsen Dorf mit dem bezeichnenden Namen Unzen, setzen wir dann mit der Fähre über nach Kumamoto, wo wir noch einmal in das Leben einer Hafenstadt eingetaucht sind, die sich nach einem schweren Erdbeben im Jahr 2016 noch einmal neu erfindet. Im Suizenji Park wurden wir Zeuge, wie in Gemeinschaft Samu beim Reinigen eines größeren Teiches geübt wurde. ­ ­

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Schließlich konnten wir dann noch einmal fünf Tage im Beppu Zen Retreat bei Yodo Kono verbringen. Dort waren wir bereits zum zweiten Mal. Yodo ist Rinzai Zen Mönch und leitet einen kleinen Familientempel in einem Vorort von Beppu auf Kyushu. Er betreibt hier neben seinen Tempel Aufgaben für die Gemeinde ein kleines Retreat Zentrum mit zwei Gästehäusern. Er bietet ein sehr einfaches, aber gut funktionierendes Programm für überwiegend junge Gäste aus der ganzen Welt an. Morgens Zazen, gemeinsames Frühstück (Reissuppe), gemeinsames Samu (z.B. Tempelcleaning oder Krauten), gemeinsames Zubereiten des Mittagessens und Abendessens (japanische Familienküche unter Anleitung von Yodo), zusammen essen, Fragen stellen und Yodo zuhören. Es geht um erste Erfahrungen mit Zen, aber auch um japanische und lokale Kultur.

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Die Nachmittage sind frei zur Entdeckung der Gegend oder ein Bad in den zahlreichen heißen Quellen. Ab und zu machen Yodos Frau Keiko und seine Mutter weitere Angebote für die Gäste wie Teilnahme an einer Teezeremonie oder Kalligraphiekurs. Die Einfachheit dieses Angebotes ist einfach umwerfend und inspirierend. Yodos Großvater war übrigens ein guter Freund unseres Dharma-Großvaters Oi Saidan. ­

Die letzen zwei Tage unserer Reise verbrachten wir schließlich noch einmal in Tokyo. Dort konnten wir die volle Pracht der diesjährigen Kirschblüte „Sakura“ bestaunen, bevor wir dann über das Nordpolarmeer wieder nach Hause geflogen wurden. ­ ­ ­ ­ ­

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­ ­ ­ ­ Wir hoffen, unser kleiner Reisebericht hat Euch gefallen?! 😀

Ordination von Alia Ho Chi

Das Rohatsu Sesshin im To Gen Ji zu erleben war eine tiefgreifende Erfahrung, die meinen Entschluss, den Buddha – Weg zu folgen, bekräftigte.

Diese intensive Übungszeit war begleitet von Liebe, Mitgefühl, Vertrauen und aufmunternden Worten unseres Zen-Lehrers Christoph REI HO Hatlapa. 
Am Ende des Sesshins erhielt ich im Rahmen einer formellen, feierlichen Laienordinationszeremonie den Namen HO CHI. Dieser Name wird mich stets an die Bodenständigkeit, Kraft, Geduld, Ausdauer und die Geste der Erdberührung erinnern. Jeder Schritt, jeder Atemzug – ein Liebesbrief an die Erde.

Voller Demut und Dankbarkeit freue ich mich auf das gemeinsame Sitzen, Schweigen, Zusammenwachsen und ins Tun kommen mit der Sangha in Kô Getsu An. 

Hochachtungsvoll Gasshô,

Alia HO CHI

Zufluchtnahme im Kô Getsu An

Während des Zen Tag Offene Weite hat eines unserer Sangha Mitglieder Zuflucht zu Buddha, Dharma und Sangha genommen. Wir freuen uns über diesen Schritt und das Bekenntnis zur gemeinsamen Praxis. In einer bewegenden Zeremonie hat Manfred M. Zuflucht genommen und die ersten fünf Silas/Gebote/Kai erhalten. In ihrem Teisho betonte Johanna Ho Ka, dass diese nicht als strikte Regeln zu verstehen seien, sondern uns als Leitlinien und Orietierung dienen können. Sie verglich die Silas mit unserem Tun im Garten, in dem die Arbeit nie fertig wird und wir auch keinen „perfekten“ Zustand erreichen, was immer wir uns auch darunter vorstellen mögen. Es geht um unser Bemühen und die Ausrichtung auf dem Weg, die die Silas in uns lebendig werden lassen.

Danke an alle, die dabei waren und diesen wunderbaren Tag gestaltet haben.

Herbstmond Sesshin im Kô Getsu An

Nachdem unser Herbstmond Sesshin leider krankheitsbedingt um eine Woche verschoben werden musste, konnte es vom 07.11. – 09.11.2025 doch noch starten. Christoph Rei Ho Hatlapa hatte genau noch dieses eine Wochenende in seinem Terminkalender frei und auch die meisten Teilnehmenden, die sich bereits für den ursprünglich geplanten Termin angemeldet hatten, konnten zu unserer großen Freude, einfach und flexibel umdisponieren.

Sesshin ist ein Akt der Selbstliebe„, sagt Christoph Rei Ho in seinem ersten Teisho am Samstag, denn „dass wir uns uns selbst zuwenden bedeutet, aufzuhören, vor uns selbst zu flüchten. Selbsterkenntnis und Selbstliebe sind Grundlage, um überhaupt liebesfähig zu sein„.

Es war wieder ein sehr kraftvolles und harmonisches Sesshin, in dem sich jede und jeder, mit der Unterstützung der Sangha, sich selbst zuwenden konnte und darüber hinaus auch die Gelegenheit hatte, Christoph Rei Ho im Dokusan zu begegnen. Auch in Haus und Garten wurde während des Samu wieder eine Menge bewegt und schließlich gilt unser aller Dank natürlich auch dem Tenzo, der uns wieder einmal sehr gut versorgt hat.

Hier könnt Ihr die beiden Teishos von Christoph Rei Ho hören:

Hisamatsu – Das wahre Selbst entdecken.

Diamantsutra – Zeichenlosigkeit und organische Liebe

Katja Ho Jiki empfängt Laienordination

Zum Ende des Herbst-Sesshin im To Gen Ji in Steyerberg gab es zu unserer großen Freude eine Laienordination für Katja Ho Jiki sowie eine weitere Mönchsordination durch Christoph Rei Ho Hatlapa.

Katja unterstützt die Zen Übung im Kô Getsu An bereits seit vielen Jahren mit ihrer Präsenz und ihrem Engagement. Mit dem Tragen des Rakusu und ihrem Dharma-Namen „Ho Jiki“ setzt sie nun auch ein äußerliches Zeichen für die Sangha.


Hier einige Worte von Katja Ho Jiki:

Nach meiner Zufluchtnahme am 13. November 2022 zu Buddha, Dharma und Sangha durfte ich vergangenen Sonntag im To Gen Ji durch Christoph To Toku Rei Ho Hatlapa im Rahmen einer feierlichen Zeremonie die Laienordination empfangen.

Die Laienordination bedeutet keinen Status oder ähnliches, sondern die bewusste und bestätigende Entscheidung, den Weg Buddhas im Alltag zu leben und diese nach außen zu tragen.

Das Vorlesen der fünf weiteren Silas, der wegweisenden Empfehlungen für Mitgefühl, Achtsamkeit und Weisheit in allen Aspekten des Lebens, war ein sehr berührender Moment, der mir die Bedeutung derer nochmal tief bewusst werden ließ.

In dieser für mich sehr bewegenden Zeremonie habe ich den Namen Ho Jiki erhalten. Ho bedeutet „Gipfel“, für den klaren Blick und das Streben nach Wahrheit und Jiki bedeutet aufrecht, gerade heraus, ehrlich, die Haltung, den Weg ohne Umwege zu gehen, in Offenheit und Wahrhaftigkeit. „Trau Dich“ sagte Christoph.

Dieser Name erinnert mich täglich daran, dass der Zen-Weg kein fernes Ziel ist, sondern sich in jedem Atemzug verwirklicht. In Klarheit, Aufrichtigkeit und der Bereitschaft, immer wieder neu hinzuschauen.

Das Sesshin, an dessen Ende die Zeremonie stattfand, war eine tiefe Erfahrung von Miteinander und Vertrauen, getragen von der Gemeinschaft der Sangha und der Präsenz meines Lehrers. Ein Ankommen in dem, was schon lange im Inneren da war.

Ich freu mich auf das weitere Herzwerden mit meiner Sangha im Kô Getsu An, auf das gemeinsame Wachsen, Sitzen und Schweigen- und darauf, meine Energie in dieses lebendige Feld einzubringen.

Gasshô, Katja Ho Jiki

Sesshin mit Christoph Rei Ho Hatlapa und Muhô im To Gen Ji

„Ist der Meister da?“ – Die Eremiten hoben ihre Faust!

Vom 04.09. – 07.09.2025 fand ein Sesshin mit Christoph Rei Ho Hatlapa und Muhô im To Gen Ji in Steyerberg statt, welches wir, Johanna Ho Ka und Patrick Ho Kai, auf Einladung von Christoph Rei Ho für die Choka Sangha organisiert und geleitet haben. Es war eine Begegnung zweier sehr unterschiedlicher Zen-Meister, sowohl was ihre jeweilige Tradition des Zen betrifft, als auch im Ausdruck und der Vermittlung des einen Dharma. Mit abwechselnden Teishos (Vorträgen) und Mondos (Frage und Antwort), einer kraftvollen Rezitation, dem gemeinsamen Samu und natürlich Zazen, war es ein wirklich tolles und energetisches Sesshin in Rinzai Form.

Die Teishos von Christoph Rei Ho und Muhô könnt Ihr weiter unten anhören.

04.07.2025: Eröffnungsvortrag von Muhô – „Was habe ich in Japan gelernt?“

05.09.2025: Teisho von Christoph Rei Ho Hatlapa „Sage nicht, der Tathāgata hege die Vorstellung, er wolle die Lebewesen zum Ufer der Befreiung bringen.“

06.07.2025: Teisho von Muhô „Shoji“ und „Tenzo kyokun“

07.09.2025: Teisho Christoph Rei Ho Hatlapa „Das ganze Universum in den zehn Richtungen, ist eine leuchtende Perle“

Danke an Christoph Rei Ho und Muhô, dass diese Form des Sesshins möglich wurde und alle, die dabei waren.

Tagung Strahlendes Licht – Was Zen-Frauen in die Welt tragen

Von Donnerstag, den 28. bis Sonntag, den 31. August 2025, fand im Benediktushof nach zwei Jahren zum zweiten Mal die Tagung „Strahlendes Licht – Was Zen-Frauen in die Welt tragen“ statt.

Mit über 90 Teilnehmenden (darunter auch zwei Männer) und Referent*innen aus vielen unterschiedlichen Zen-Linien hörten wir inspirierende Vorträge und kamen in intensiven Austausch über Themen wie Gruppen-Koan-Arbeit, Internal Family Systems (IFS) und Zen in Verbindung mit Natur. Kurz gesagt: In kurzer Zeit entstand ein beeindruckend tiefer Einblick in die Vielfalt der Wege, die Frauen im Zen heute in die Welt tragen.

Auch ich hatte diesmal die Ehre, einen Vortrag zu halten und zwei Workshops durchzuführen zum Thema „Zen und Sensory Awareness“. Es war mir ein Anliegen, die Begründerin der Sensory Awareness, Charlotte Selver (1901–2003), aus dem Verborgenen ins Licht zu holen und ihre wertvolle Arbeit vorzustellen. Charlotte Selver hat in den 1970er Jahren u. a. im San Francisco Zen Center, in Green Gulch und in Tassajara gelehrt. Dort begegnete sie Shunryu Suzuki und arbeitete mit ihm zusammen. Mehr noch: Sie hat seine Arbeit inspiriert – Suzuki empfahl seinen Schüler*innen, darunter Baker Roshi und Yvonne Rand, unbedingt ihre Kurse zu besuchen. Man kann davon ausgehen, dass Charlotte Selver einen wichtigen Einfluss auf den somatischen Ansatz vieler Zen-Schulen in den USA hatte – ein Impuls, der später auch nach Europa getragen wurde.

Umso mehr habe ich mich gefreut, dass auch Tatsudo Nicole Baden Roshi, Dharma-Erbin von Baker Roshi, auf der Tagung sprach und in ihrem Beitrag ebenfalls intensiv auf den „spürenden Körper in einer lebendigen Welt“ einging. Diese Verwandtschaft in unserem Tun hat mich sehr bewegt.

Überhaupt nehme ich eine Fülle feiner Begegnungen mit, aus denen sich sicherlich noch weite Netze spannen lassen. Für mich ist es wichtig, die weibliche Verkörperung des Zen in unserer Zeit sichtbar zu machen – und genau das geschah in dieser Tagung. Besonders genossen habe ich den traditionsübergreifenden, offenen und wertschätzenden Austausch.

Mein Dank gilt Linda Lehrhaupt Roshi und ihren Dharma-Nachfolgerinnen (die sie liebevoll die „Dharma 5“ nennt), die diese besondere Tagung nun schon zum zweiten Mal möglich gemacht haben. Sollte es eine Fortsetzung geben, möchte ich Euch alle ermutigen – ob Frau, Mann oder jenseits davon – daran teilzunehmen.

Johanna Ho Ka

Alle Vorträge werden im Oktober auf der Webseite des Benediktushofs veröffentlicht.

Weitere Infos zu Zen und Sensory Awareness findet Ihr hier

Foto @Benediktushof

Sesshin mit Muhô

Ein stilles und herausforderndes Sesshin mit Muhô liegt hinter uns. In diesem Jahr (und wohl auch im nächsten) einen Tag länger als sonst, sind wir bei gefühlten 100° Backofentemperatur gestartet, die sich glücklicherweise über das Wochenende wieder etwas abgekühlt hat. Neben Teilnehmenden aus unserer San Bo Dojo/Kô Getsu An Sangha kamen Leute aus ganz unterschiedlichen Sanghas von verschiedenen Orten der Republik zusammen, um mal wieder ausgiebig Zazen im Antaiji Stil zu üben. Diese Form beinhaltet Phasen von jeweils 45 Minuten Zazen und 15 Minuten Kin Hin. Darüber hinaus gab es wenig vorgegebene Form und so musste die Gruppe zunächst einen gemeinsamen Rhythmus finden, der uns dann jedoch in eine tiefe Stille und Harmonie führte. Muhô´s Teisho vom letzten Sesshin Tag findet Ihr auf unserem YouTube Kanal.


Danke an alle die dabei waren, danke an Johanna Ho Ka und das Kücheteam und natürlich an Muhô, der, sitzend wie ein Berg, uns eine Stütze und Inspiration war.